Was vor wenigen Jahren noch als revolutionäre Ausnahme galt, ist im Jahr 2025 zur Norm geworden: Crossplay, also das plattformübergreifende Spielen zwischen PlayStation, Xbox, Nintendo und PC, ist heute in fast allen großen Titeln integriert. Diese Entwicklung verändert nicht nur das Spielerlebnis, sondern auch die Community-Strukturen und das Spieldesign selbst.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Fortschritte im Bereich Crossplay und zeigen, wie sie die Konsolenwelt nachhaltig beeinflussen.
Von der Ausnahme zur Regel
Lange Zeit war Crossplay nur in wenigen Titeln verfügbar – etwa bei Fortnite oder Rocket League. Heute unterstützen nahezu alle relevanten Multiplayer-Spiele dieses Feature:
- Call of Duty: Black Ops Omega
- FIFA 25
- Minecraft: Universal Edition
- Destiny 3
- Apex Legends: Worldbreaker
- Warframe: Nexus
Spieler auf PlayStation 5, Xbox Series Z, Nintendo Switch 2 und PC können nahtlos zusammen spielen, kommunizieren und gegeneinander antreten – ohne Einschränkungen.
Vorteile für Spieler und Entwickler
Crossplay bringt zahlreiche Vorteile mit sich:
- Größere Spielerbasis: Kürzere Wartezeiten und stabilere Matches, besonders in Nischenspielen oder nachts.
- Vereinheitlichte Freundeslisten: Durch plattformübergreifende Konten (z. B. Activision ID, Epic Account, EA Play) können Freunde unabhängig vom System verbunden bleiben.
- Wettbewerbsvielfalt: Spieler treffen auf ein breiteres Spektrum an Fähigkeiten und Taktiken.
Auch für Entwickler lohnt sich der Schritt: Weniger Fragmentierung der Community bedeutet geringere Wartungskosten und mehr Engagement.
Cross-Progression und Account-Synchronisierung
Neben Crossplay ist auch Cross-Progression immer häufiger anzutreffen. Spielstände, Errungenschaften, kosmetische Gegenstände und Fortschritt sind an den Nutzer-Account gebunden, nicht an die Hardware. Wer also etwa mit der PS5 startet und auf Xbox oder PC wechselt, macht dort nahtlos weiter.
Beispielhafte Spiele mit vollständiger Cross-Progression:
- Diablo IV
- The Division: Uprising
- Overwatch 3
Diese Funktion ist besonders bei Spielern beliebt, die auf mehreren Plattformen aktiv sind.
Technische Herausforderungen und Lösungen
Natürlich bringt Crossplay auch Herausforderungen mit sich:
- Balancing: PC-Spieler mit Maus und Tastatur können Vorteile haben.
- Plattform-Exklusives: Manche Inhalte sind nur auf bestimmten Konsolen verfügbar (z. B. Skins, DLCs).
- Voice-Chat-Integration: Unterschiedliche Standards erschweren die Kommunikation – Dienste wie Discord helfen dabei, Brücken zu bauen.
Viele Entwickler bieten daher Input-basiertes Matchmaking an oder erlauben, Crossplay individuell zu deaktivieren.
Die Rolle der Konsolenhersteller
Sony, Microsoft und Nintendo haben ihre bisherigen Restriktionen gelockert:
- PlayStation bietet über PSN nun offene Schnittstellen für Drittanbieter.
- Xbox fördert Crossplay aktiv über die Xbox Developer Tools.
- Nintendo hat erstmals native Voice-Chat-Optionen und Discord-Anbindung eingeführt.
Dieser kooperative Wandel hat den Weg für ein offenes Ökosystem geebnet.